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Vom Bunker zur Bunkerei


Die "Bunkerei" befindet sich in einem ehemaligen Flachbunker, der in den Jahren 1942/43 im Augarten wahrscheinlich als sogenannter "Schutzbunker" bei Bombenangriffen errichtet wurde. Genaue Angaben über seine Entstehung oder über die ihm zugedachte Funktion konnten bisher nicht eruiert werden. Seit er jedoch im Jahr 2005 im Rahmen der "Bunkerei" der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wurde, meldete sich ein älterer Herr, der erzählte, als 8-jähriger Bub zu Ende des 2. Weltkrieges einmal mit seiner Großmutter in diesem Bunker Zuflucht gefunden zu haben, nachdem die beiden großen Flak-Türme im Augarten bereits überfüllt waren. Dies ist bisher der einzige authentische Hinweis auf die tatsächliche Nutzung des Flachbunkers und seiner Bestimmung. Nach Ende des Krieges wurde er teilweise als Labor der Pflanzenversuchsanstalt oder einfach nur als Lager für Brunnenabdeckungen und dgl. durch die Burghauptmannschaft Österreich genutzt. Für die Öffentlichkeit war er nicht zugänglich.

Im Jahr 2005 "knackten" wir den Bunker und konnten ihn für die Öffentlichkeit zugänglich und für unseren Betrieb nutzbar machen. Seither finden dort Musikveranstaltungen, Feste und Feiern statt. Das Spannungsfeld des martialischen Gebäudes mit dem barocken Garten ist beeindruckend für jeden Besucher.


In einer spektakulären Aktion wurde im Frühjahr 2005 der Bunker "geknackt". Durch sogenannte Kernbohrungen wurden Löcher in die Betonwände gebohrt, in welche dann hydraulische Pressen eingebracht wurden die einen so großen Druck aufbauten, dass der Beton dadurch gesprengt werden konnte. Die Bewehrungseisen mussten darüber hinaus teilweise einzeln mit der "Flex" ausgeschnitten werden. Eine Arbeit, die viel Geduld und Umsicht erforderte.


Bei Übernahme des Bunkers im Jahr 2005 waren die martialischen Spuren seiner Erbauer noch deutlich zu erkennen. Es gab viel zu tun, um aus dem Bunker die "Bunkerei" werden zu lassen.


In Abstimmung mit dem Denkmalamt wurde der neue Eingang gestaltet. Eine großflächige, rahmenlose Glastüre lässt tief blicken....


Schon im ersten Sommer füllte sich der Hof mit Leben und die Gäste erfreuten sich an der neuen Nutzungsmöglichkeit des Bunkers, den sie bis dahin nur als bedrohliches Relikt einer schrecklichen Zeit von außen wahrnehmen konnten.


Auch der hintere Hof wurde neu gestaltet und mit einem neuen Zugang in den Park versehen. Dieser Hof wird heute im Zusammenhang mit privaten Festen und Firmenfeiern als separater Freiluftbereich genutzt.


Das neue Flugdach und die Wandgestaltung mit indirekter Beleuchtung geben dem neuen Eingang die eigene Note.