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Die Bunkerei Augarten Für manche ist die Bunkerei das "wohl wunderbarste Buffet der Stadt", ein urgemütlicher Gastgarten mitten in der Stadt und doch in idyllischer Natur. Hier können die Kinder spielen, während die Erwachsenen Ruhe und Natur genießen; hier herrscht die sprichwörtliche Wiener Gemütlichkeit. Hier trifft sich die typische Mischkulanz der Augarten-Umgebung, bestehend aus ethnischer Vielfalt, Kunstinteressierten und eingesessenen Ur-WienerInnen. Durch ein spannendes Kulturprogramm im Rahmen von Freiluft-, oder auch einzelnen indoor-Veranstaltungen wird diese Gemütlichkeit seit dem Jahr 2005 versetzt mit einem gehöhrigen Schuss an Pepp, Pfiff und Spannung. Der Besuch dieses einzigartigen Ortes gehört zum "must" eines jeden Wien-Aufenthalts. Das Ziel eines ganzjährigen gastronomischen und kulturellen Betriebes ist noch nicht ganz erreicht. Die Nutzung des Bunkers für kulturelle Veranstaltungen, Firmenfeiern oder private Feste ist derzeit nur von April bis November möglich. Von November bis Weihnachten gibt es einen wunderschönen Punschstand mit offenem Lagerfeuer, in den Monaten Jänner/Februar ist die Bunkerei ganz geschlossen. Im März gibt es an warmen Sonnentagen einen kleinen Frühlingsstand und ab 1. April bis 31. Oktober ist der große Gastgarten wieder geöffnet und der Bunker für Veranstaltungen in Betrieb. Vom Bunker zur "Bunkerei" Die "Bunkerei" befindet sich in einem ehemaligen Flachbunker, der in den Jahren 1942/43 im Augarten wahrscheinlich als sogenannter "Schutzbunker" für Bombenangriffe errichtet wurde. Genaue Angaben über seine Entstehung oder über die ihm zugedachte Funktion konnten bisher nicht eruiert werden. Seit er jedoch im Jahr 2005 im Rahmen der "Bunkerei" der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wurde, meldete sich ein älterer Herr, der erzählte, als 8-jähriger Bub zu Ende des 2. Weltkrieges einmal mit seiner Großmutter in diesem Bunker Zuflucht gefunden zu haben, nachdem die beiden großen Flak-Türme im Augarten bereits überfüllt waren. Dies ist bisher der einzige authentische Hinweis auf die tatsächliche Nutzung des Flachbunkers und seine Bestimmung. Nach Ende des Krieges wurde er teilweise als Labor der Pflanzenversuchsanstalt, oder einfach nur als Lager für Brunnenabdeckungen und dgl. durch die Burghauptmannschaft Österreich genutzt. Für die Öffentlichkeit war er nicht zugänglich. Direkt neben dem Flachbunker etablierte sich seit dem Jahr 1988 ein kleiner Buffetbetrieb namens "AWAWA". Im damals noch unbekannten und wenig frequentierten Augarten übernahm Frau Lorenz damit ein zunächst eher mühsames Projekt, da sich tatsächlich nur wenig Menschen in den Augarten "verliefen". Eine solide Betriebsführung, aber auch der allgemeine Aufschwung des Augartens zum inzwischen vielerorts bekannten "Kultur.Park.Augarten." entwickelten den Betrieb zu einem stattlichen Sommergastgarten, der inzwischen an die nächste Generation übergegangen war. Johann Lorenz führte von 1995 bis 2004 die Geschäfte allein. Der Betrieb wuchs rasant und platzte förmlich aus allen Nähten. Der Wunsch nach Vergrößerung der Betriebsräumlichkeitenn wurde mit der Zeit zur absoluten Notwendigkeit. Während der Jahre des Aufbaus bemühte sich der Kulturverein Aktionsradius Augarten an anderer Stelle, dem Park wieder Leben einzuhauchen - durch kulturelle Veranstaltungen und infrastrukturelle Verbesserungen. Auf der Suche nach einem ganzjährigen Veranstaltungsort bemühte sich Dieter Schreiber u.a. um eine kulturelle Nutzung des Flachbunkers. Hier trafen sich die Interessen der beiden Augarten-"Protagonisten" und man plante eine gemeinsame Nutzung dieses außergewöhnlichen Ortes. In einer 1. Bauphase wurden der Flachbunker und seine beiden Vorhöfe im Jahr 2005 saniert und restauriert, WC-Anlagen, Lager- und Personalräume wurden neu errichtet. Nach einer Zeit, in der Johann Lorenz und Dieter Schreiber den Betrieb gemeinsam aufbauten, führt nun seit 2010 Dieter Schreiber diesen allein, aber mit einem kompetenten Mitarbeiter-Team. Inzwischen ist aus dem ehemaligen kleinen Augarten-Buffet ein moderner Gastronomiebetrieb und ein wienweit bekannter Veranstaltungsort mit einem anspruchsvollen und unterhaltsamen Kulturprogramm geworden. Nirgendwo sonst in der Stadt kann man so relaxed unter den Bäumen eines historischen Barockgartens sitzen, die Seele baumeln lassen und an manchen Tagen im Sommer einem stimmungsvollen Musikprogramm lauschen. Musik unter Bäumen steht dann auf dem Programm. Aber auch das Innere des Bunkers bietet den Rahmen für ausgefallene Kulturveranstaltungen, private Feste oder Firmenfeiern. Der spannende Gegensatz des barocken Parks mit der derben Härte des Schutzbunkers ergeben die Mischung eines einzigartig spannenden Ambientes. |
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